Herbst 2020

Hier finden Sie Beiträge und Fotos zu den einzelnen Ereignissen in dem aktuellem Jahr 2020
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Liebe Freunde der St.-Paulus-Gemeinde in Köln und der St.-Franziskus-Gemeinde in Bedburg, immer wieder werden wir als christliche Gemeinde angefragt, ob einer unserer Geistlichen nach einem Sterbefall die religiöse Verabschiedung/Beerdigung eines uns nicht bekannten Verstorbenen übernehmen könnte. Unsere Antwort ist: Natürlich können wir. Wenn Verstorbene bzw. Angehörige uns nicht bekannt sind, ist der Grund der Anfrage fast immer der gleiche: Hinterbliebene hatten erwartet, dass eigentlich der Pfarrer der Kirchengemeinde am Ort den Dienst übernehmen oder an einen Liturgen delegieren würde. Aber sie wurden eines Besseren belehrt. Der/Die Verstorbene stehe nicht in der Kartei, sei vermutlich ausgetreten, habe der Bestatter gesagt, der mit dem Kirchenbüro den Termin abstimmen wollte. Die Kirche, der Pastor, egal ob römisch-katholisch oder evangelisch, könne das nicht und mache das nicht. Soweit die Praxis in den offiziellen (Amts-)Kirchen, die wir nicht zu kritisieren haben. Aber wir als freie von Rom unabhängige katholische Kirche denken da anders. Wir sagen: Wer getauft ist und sich seinen christlichen Glauben bewahrt hat, der gehört zum „Volk Gottes“, auch wenn er nicht in Listen steht und keine Kirchensteuer bezahlt hat. „Der liebe Gott hat keine Karteikarten“, pflege ich immer zu sagen. Es geht um einen Menschen, der nach seinem gelebten Leben in jedem Fall einen würdigen Abschied verdient hat. Es geht auch um die Familie, die Angehörigen, die Freunde und Bekannten, die das Bedürfnis haben, sich noch von dem/der Verstorbenen verabschieden zu können. Darum übernehmen wir neben vielen Aufgaben im Rahmen unserer Seelsorge auch Trauerfeiern und Beerdigungen. Bischofsvikar Manfred Amon, Alt-Heilig-Katholische Kirche NEUES von unserem Förderprojekt „LoszuGhana“ einem Kinderdorf und einer Schule in Ghana
Die Fotos zeigen die Vorbereitungen in der Halle des Unternehmens BA-ST GmbH im Industriepark Mühlenerft in Bedburg. An den Hunderten von Kartons mit gespendeten Sachen sind auch viele Freunde der Paulus-Gemeinde und der Bedburger Franziskusgemeinde beteiligt. Die Aktion ist für dieses Jahr beendet. Im August wurden alle gespendeten Sachen in einen Seefrachtcontainer gepackt und auf die Reise geschickt. Der Container wird in diesem Monat in Ghana erwartet. Nach dem Ausladen wird zunächst der Zoll sich des Inhalts annehmen, mit Listen vergleichen und überprüfen. Der Plan von Marco Barthels, dem Leiter der Aktion „LoszuGhana“ sieht vor, dass er selbst in diesem Herbst an Ort und Stelle und bei der Verteilung der ‚tollen‘ Sachen dabei sein will. Wir werden darüber berichten. © AM
Mitgliederschwund in christlichen Kirchen In den letzten Monaten wurde viel geredet und geschrieben über zunehmende Austrittszahlen aus den sogenannten Amtskirchen. Es ist eine festgestellte Tatsache und hat mit Corona nichts zu tun. Neben einzelnen ganz persönlichen Gründen scheint es mir daran zu liegen, dass es, wie in früheren Zeiten, keinen sozialen Druck zum christlichen Glauben mehr gibt. Ich finde das gut, denn es ist heute eine freie Entscheidung, Christ zu werden oder zu sein. Und Kirche sollte als Institution, so wie sie sich darstellt, nicht wie ein Betonklotz sein, an der geistige Entwicklungen abprallen oder vorbeirauschen, sondern Menschen auf ihrem Weg durch die Zeit als „Volk Gottes“ begleiten. Das verlangt von allen Kirchen, dass sie neue Wege suchen und finden und gehen. © AM