10.01.2009

"/Jesus sprach:/ Was nennt ihr mich Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage? "

Lukas 6,46

17.07.2010 – Wallfahrt zum “Berg der Kreuze” in Litauen

Es ist noch nicht lange her, dass wir ausführlich über zwei Pilgerinnen – Brigitte und Angelika – berichtet haben, die eine Wegstrecke des Jakobsweges gegangen sind.

Wieder haben wir zwei Menschen – Ulrich und Martin – in unserer Gemeinde, die eine Wallfahrt zum „Berg der Kreuze” in Litauen planen. Sie wollen dort Kreuze ablegen für liebe Menschen aus ihrem Nahbereich, die sie bereits loslassen mussten.

In unserer Messe segnete Pastor Amon diese Kreuze im Gedenken an:

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Elisabeth und Fritz Hinterberg

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Adelheid Traue

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Peter Daut und Dennis Christoph

In bemerkenswerter Weise verknüpfte Pastor Amon in seiner Predigt immer wieder das Lukas Evangelium, den Jakobsweg und die bevorstehende Wallfahrt nach Litauen. Fasziniert lauschten die anwesenden Menschen seinen Worten, verstand er es doch wieder einmal, ein Stück psychologische Lebenshilfe zu geben und zum Nachdenken anzuregen.

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Ja, warum machen Menschen diese Wallfahrten, diese göttlichen Umwege? Da hat ein jeder seinen eigenen Anlass und jede Zeit spiegelt sich wider in der Art, wie die Wallfahrt vorbereitet und dann durchgeführt wird. Das geht schließlich ganz einfach, aber auch z.B. unterstützt durch GPS. Dabei geht es nicht um Zeit und Geld, es geht darum, wieder „leer” zu werden, leer für die Allgegenwart Gottes.

Im Evangelium gibt Jesus Tipps „Nehmt nur einen Wanderstab mit und nur Sandalen an den  Füßen, kein  Geld  und ein zweites Hemd”.
Jesus sendet seine Jünger sozusagen schutzlos aus, weil man nur dann Neues zulassen kann oder muss. Man begegnet auf diesen Wegen anderen „Schutzlosen” und manchmal ist es vielleicht  überlebenswichtig, dass man sich gegenseitig hilft. Man muss die Hilfe annehmen, man muss sich vertrauen.
Auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, ist keine Schwäche. Sie entgegen zu nehmen ist ein Zeichen von Reife. Wenn du dich verletzt hast in einer schlechten Beziehung, heißt das nicht, dass du dich ab sofort zurück ziehen und alles ablehnen musst! Nein, gib deinen ‚emotionalen Sandalen’ einen Stoß! Es ist Sommer! Halte dort an! In der Stille wirst du Gott nahe sein!

Pastor Amon zündete auch zwei Kerzen an zum Gedenken an die Verstorbenen, deren Gedenkmesse  in diesem Gottesdienst ebenfalls gefeiert wurde, um sie dann anschließend den Angehörigen mit zu geben.

 

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Auch unsere Pilger bekamen von Pastor Amon ein sinnbildliches Geschenk. Jeder bekam einen Rucksack für die Reise, gefüllt mit Segen und Wünschen für ein gutes Gelingen.

Gott schütze und begleite Ulrich und Martin auf ihrem Weg.

 

CAH
Fotos ©CAH

 
Anmerkung der Redaktion:
Selbstverständlich werden wir auch hier aktuell über die Wallfahrt und Genaueres zum „Berg der Kreuze” berichten.

 

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