24.10.2010 – Brüderaustausch
Im Rahmen der Ökumene hat man bei der Apostolischen Gemeinschaft vor einiger Zeit begonnen, einmal verstärkt über den eigenen Tellerrand zu schauen und Austausch mit anderen christlichen Gemeinschaften zu suchen: ein Unterfangen, das vor einigen Jahren noch schwer vorstellbar gewesen wäre.
Die Paulusgemeinde ist seit fünf Jahren ein gern gesehener “Mitbewohner” in den Räumlichkeiten der Apostolischen Gemeinde. Am 24.10. war Priester Manfred Amon von der Paulusgemeinde als Gastprediger bei der Apostolischen Gemeinde in Köln. Priester Werner Wenzel hatte diesen Brüderaustausch einige Wochen zuvor als Gastprediger bei der Paulusgemeinde eröffnet.
Wer schon einmal einen Gottesdienst der Paulusgemeinde erlebt hat, wird bestätigen können, dass sich die Liturgie von der in der Apostolischen Gemeinschaft unübersehbar unterscheidet. Aber entscheidend ist ja nicht, was uns trennt, sondern was uns verbindet: das ist der eine Gott und Vater, da ist sein Sohn Jesus Christus, der für unsere Sünden gestorben ist und da ist das Wort Gottes, die Bibel mit ihrer einen Erlösungsbotschaft.
Nun stand also Priester Amon vor der erwartungsvollen Apostolischen Gemeinde, um ihr das Wort Gottes zu verkünden. Und er tat das sehr gut. Mit spritziger Rede brachte Priester Amon das Gleichnis aus Lukas 18 vom Zöllner und Pharisäer im Tempel “rüber”, so dass klar deutlich wurde, was Jesus uns auch heute damit sagen möchte. Schließlich steckt mehr hinter diesem Gleichnis, als man auf dem ersten Blick vielleicht vermuten würde.
Wer jemals mit ‘alt-katholisch’ Begriffe assoziiert hat wie verstaubt, weltfremd oder nicht mehr in die Zeit passend (was man ja auch der Apostolischen Gemeinschaft oder vielen anderen christlichen Gemeinschaften nachsagt), wurde zwangsläufig durch diesen Dienst eines Besseren belehrt. Und möglicherweise vorhandene Vorbehalte “…wollen die uns missionieren…?” gegenüber solchem Austausch sollten sich spätestens jetzt erledigt haben “…der tut nix, der will …’nur’ Gottes Wort verkünden…”.
Man kann eigentlich nur noch abschließend sagen: es war schön, dies einmal erleben zu dürfen und es wäre noch schöner, wenn es Fortsetzungen geben würde.
Herzliche Segensgrüße an die Paulusgemeinde!
Jürgen Veit