10.01.2009

"/Jesus sprach:/ Was nennt ihr mich Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage? "

Lukas 6,46

Christi Himmelfahrt

Ich komme gerade vom Haus Tobias in Solingen und habe dort heute im evangelischen Gottesdienst die Orgel gespielt. Und ich komme mit einem Gedanken zurück, der mich in meiner jetzigen Situation sehr bewegt. Das hat auch was mit dem heutigen Tag zu tun, Christi Himmelfahrt.

So findet der Himmelfahrtsgedanke sich wieder im Lukas-Evangelium (24,50-53) und in der Apostelgeschichte (1,1-11) aber auch im alten römischen Glaubensbekenntnis, dem Vorläufer des apostolischen Glaubensbekenntnisses:

“Er ist am dritten Tag auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.”

Aber dann war heute die Frage, wie wir uns das vorzustellen haben, aufgefahren in den Himmel. Da gab es doch keine Trickkiste oder Jesus hatte doch keine Rakete unterm Hintern. Und an einem Seil ist er auch nicht hochgezogen worden. Was ist überhaupt Himmel? Das da oben? Aber die Erde ist doch eine Kugel, und wenn ich dann am Südpol stehe, wäre der Himmel da unten, aber da haben wir doch gelernt, da ist die Hölle. Also kann das doch alles nicht richtig sein.

Pfarrer Merzen brachte an Hand einer Geschichte einen tollen Gedanken: Der Himmel ist mitten unter uns, so wie Gott und Christus mitten unter uns sind. Wir können sie nicht spüren und nicht sehen, aber wir können es in unseren Herzen fühlen, wenn wir unsere Herzen für Gott öffnen.

Als ich zum Gottesdienst fuhr, fiel mir ein wichtiger Brief ein, den ich gestern zur Post gebracht habe und mich beschlich der Gedanke, in dem Brief einen gravierenden Fehler gemacht zu haben. Das hätte für mich ganz viel Schaden bedeutet. Ich habe ganz schön Angst bekommen. Als ich jetzt nach Hause kam, habe ich mir die Datei von dem Brief noch mal angesehen. Der Fehler war nicht drin.

Da war mir klar: Der liebe Gott hatte seine schützende Hand über mich gehalten. Ich habe gemerkt, was es heißt: Gott ist mitten unter uns.

Danke!

christi_himmelfahrt

Abschließen möchte ich mit einem Wort von Generalvikar Dr. Benno Elbs aus dem Bezirk Voraarlberg in Österreich:

“Himmelschwer. Wo ist der Himmel, wenn ich ihn im Dunkel nicht erkennen kann? Himmelwärts. Wie erblicke ich das Licht in der Dunkelheit der Erde? Himmelfahrt. Wann erkenne ich Himmel, beim Anblick der Schlagzeilen unserer Zeit? Himmel. Inbegriff alles Guten, Inbegriff der Liebe und des Glücks. Er ist zu sehen beim Blick in unsere Herzen. Und im besonderen Schauen nach Außen, direkt aus dem Herzen in diese Welt. Himmel ist Barmherzigkeit.”

UH

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