Feier der Osternacht 2011
Das Osterfest ist das höchste Fest des Kirchenjahres. Als „Triduum paschale“ beginnt es am Gründonnerstagabend (Feier des letzten Abendmahles), geht über Karfreitag (der Tag, an dem Jesus gestorben ist) und Karsamstag (die Grabesruhe des Herrn) bis zum Ostersonntag. In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag bzw. am frühen Morgen des Ostersonntags beenden wir unsere Trauer und feiern die Auferstehung unseres Herrn.
In jeder heiligen Messe des Jahres erinnert uns der Priester wörtlich an das „Geheimnis des Glaubens” und wir, die Gemeinde, antworten „Deinen Tod, oh Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit“. In der Osterzeit geschieht nun etwas Entscheidendes mit diesem Geheimnis des Glaubens: Wir Christen bekommen ein Zeichen geschenkt! Ein Zeichen, dass Gottes Sohn, nachdem er seinen irdischen Weg mit all den Anfeindungen beendet hat, auf einer neuen Ebene für uns da sein wird, wenn wir unseren Weg zu Ende gehen.
Wenn man schon einen großen Teil seines Weges auf dieser Erde zurückgelegt und einige Ostergottesdienste erlebt hat, glaubt man, bereits in das Geheimnis des Glaubens ‚eingeweiht‘ zu sein. Wahrscheinlich hat man auch schon Angehörige und Freunde aus seinem Leben verabschieden müssen. Wie schön, wenn man sich dann zu Ostern vergegenwärtigen kann: Es ist nicht alles zu Ende! Es geht noch weiter! Die Verstorbenen meines Lebensumfeldes sind nicht einfach verschwunden, sie sind lediglich vorausgegangen. Wir sehen uns wieder, mit Gottes Hilfe.
„Wir haben Jesus nicht hinter uns, nein, wir haben ihn vor uns“ und „… er scheint bereits unterwegs zu sein, während wir noch hier sitzen“ sind zwei Aussagen aus der diesjährigen Osterpredigt von Pastor Manfred Amon in unserer Feier der Osternacht.
Nach dem Tod meines Mannes, ich bin nunmehr drei Jahre ohne ihn, habe ich in dieser Ostermesse wieder einmal neue Denkanstöße von Pastor Amon erhalten, die es mir erleichtern, meinen Weg ohne die Liebe, Güte und Fürsorge meines Mannes weiterzugehen.
Falls Sie an unserer Messe nicht teilnehmen konnten, haben Sie hier die Möglichkeit, die gesamte Osterpredigt von Pastor Amon nachzulesen.
Zum Abschluss nun noch einige Impressionen zu unserer Osternacht:
Bei dem anschließenden gemeinsamen Ostermahl fand dann auch das gemeinsame „Osterlachen“ unserer Gemeinde statt.

Es war ein Brauch im späten Mittelalter, in der Osterfeier – oft sogar schon in der Predigt – eine Geschichte zu erzählen, die zum gemeinsamen Lachen führt. Nach den traurigen Ereignissen der Vortage sollte die Freude wieder einkehren. Immerhin ist Ostern ein Fest, das uns Menschen Mut machen und zeigen soll, dass wir nicht allein gelassen werden.
In diesem Jahr hörte die Gemeinde folgende Begebenheit:
Der Papst hatte einen Papagei, der früher im Hause des Pastors lebte und den Pastor jeden Morgen mit “Guten Morgen, Herr Pastor” begrüßt hatte. So begrüßte er nun auch jeden Morgen den Papst, dem das nicht gefiel, schließlich wollte er auch mit seinem richtigen Titel angesprochen werden.
Eines Tages sagte sich der Papst “… na warte, dir werd’ ich’s zeigen” und kleidete sich ganz korrekt in seine päpstlichen Gewänder. Als der Papagei ihn so sah, stutzte er, riß die Augen auf und sagte: “Kölle Alaaf”
CAH
Bilder ©CAH





