10.01.2009

"/Jesus sprach:/ Was nennt ihr mich Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage? "

Lukas 6,46

Unsere ‘Jakob-Sisters’ sind da!

Der Jakobstag wird nachweislich seit dem 8. JH am 25. Juli zu Ehren von Jakobus dem Älteren, Bruder des Evangelisten Johannes, begangen. Zahlreiche Legenden/Überlieferungen ranken sich um Jakob und auch den Jakobstag.
Der „Hundertjährige Kalender” schreibt dem 25.07. zwei Wetterregeln zu:  „Jakobi heiß, lohnt Müh’ und Fleiß” und „Jakobi klar und rein, wird’s Christfest frostig sein”.
Anmerkung der Redaktion:

Das wäre ja schon eine Vorschau auf das Wetter am 24.12.2010, unserer HELLIJEN MESS OP KÖLSCH.

In diesem Jahr hat der Jakobstag für zwei Menschen – Angelika und André – noch eine ganz besondere Bedeutung, keine weitere Legende oder Mär um den Jakobstag herum,  sondern ein Ereignis, welches ihr gemeinsames Leben total verändert hat:

ihre persönlichen “Jakob-Sisters” sind endlich da!

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Julia und Katharina

Sie erinnern sich wahrscheinlich noch:
Vor 15 Monaten haben wir über die Pilgerreise von  Angelika und Brigitte berichtet.
Beide hatten sich mit etwas sehr Kostbarem beschenkt, etwas, was man nicht kaufen kann: Sie beschenkten sich selbst mit Zeit, die sie nie hatten, Zeit zum Innehalten und Abschalten, zum Nachdenken über sich, über die Welt und über Gott: Sie sind ihren ganz persönlichen Jakobsweg gegangen.
Sie wollten keine sogenannte Aus-Zeit als Touristen nehmen, sie wollten pilgern, um ihren Blick zu schärfen für das Wesentliche im Leben, um Altlasten zu entsorgen und Platz für Neues zu schaffen.

Das ist ihnen beiden gelungen!
Heute haben wir von Angelika einen sehr persönlichen Erfolgsbericht erhalten, den ich hier weitergeben darf:

Die Früchte meines Jakobsweges

Lebt als Kinder des Lichtes; die Frucht des Lichtes ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Eph 5,8b-9

Lange schon bestand bei mir der Wunsch nach Kindern, doch irgendwie wollte es aus diversen Gründen nicht so recht klappen mit dem Klapperstorch. 

So wurde die Reise angetreten, auf Adebar´s Flügeln ging es zusammen mit Brigitte von Hahn nach Santiago de Compostela. Der Pilgerweg vom heiligen Jakobus sollte helfen, den Kopf wieder frei zu bekommen und sich von Altlasten zu befreien. Prall gefüllt war das Säckchen mit seelischem Ballast, welcher sich zu Hause als schwer zu entsorgen dargestellt hatte. So wurde auf unnötiges Gepäck verzichtet und nur mit dem Nötigsten auf dem Rücken ging die Reise von Santiago mit dem Bus landeinwärts nach Ponferrada. 

Die ersten Schritte sind die schwersten und es dauert seine Zeit, bis man bereit ist – bereit  für die eigentliche Reise. Es gilt, die körperlichen Qualen hinter sich zu lassen bis der Seelenballast zu Tage kommt. Doch wenn man sich einlässt auf den Weg und offen ist für das, was kommt, dann beginnt eine wunderbare Reise, welche man nur sehr schwer beschreiben kann. Ein jeder erlebt das anders, aber es berührt jeden ganz tief.

Wir erlebten vieles, lachten und weinten, lernten Leute kennen und legten mit jedem gepilgerten Kilometer etwas mehr von unserem seelischen Sondermüll ab. Bereits nach drei Tagen konnte ich ein langwieriges Leiden meiner Hände, welches nur mit Tragen einer speziellen Schiene auszuhalten war, ablegen und hatte auch nachhaltig lange meine Ruhe  davor.

Man merkt ganz schnell, dass sich vieles nur im Kopf abspielt und dass ein jeder die Möglichkeit besitzt, etwas an der eigenen Situation zu ändern. Durch das Beschreiten dieses Weges verlässt man augenblicklich die Opferrolle und wird zum Schmied seines eigenen Glückes.

So ist es abschließend auch nicht verwunderlich, dass – nach vier fruchtlosen Jahren – der nächste Schwangerschaftstest – ein viertel Jahr später – bereits ein positives Ergebnis brachte!

Heute bin ich eine überglückliche Mutter von zwei gesunden Töchtern, meinen persönlichen „Jakob-Sisters”:  Katharina  und  Julia.
Wäre ein Sohn dabei gewesen, hätte er den Namen Jakob tragen dürfen, als Zeichen der Dankbarkeit sowie der Kraft und Macht, welche in einem jeden von uns stecken. 

Ich bin unendlich froh, diesen Weg beschritten zu haben und werde ihn sicherlich nicht zum letzten Male gegangen sein.

Als ich in  Finistere, dem Ende der Welt, einem wildfremden Pilgerer begegnete, so sagte dieser mir bereits ein Wiederkommen in sieben Jahren voraus – mal sehen!

Angelika

  

Wir bedanken uns für diesen schönen Bericht.

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Die Paulusgemeinde wünscht Katharina und Julia sowie den Eltern Angelika und André alles Gute für die Zukunft und ein gesegnetes Leben.

CAH
Bilder ©AG

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